Downloads für DJs

28 03 2008

Eine gute Frage auf dem Weg zum digitalen DJ: Woher kommen die Tunes?

1. Möglichkeit wäre, seine bisherigen Vinyls zu digitalisieren. Ohne Zusatzsoftware, die speziell darauf zugeschnitten ist oder gar eine Maschine, die das macht (gesehen bei Eurotops oder Pro-Idee) kann ich das knicken. Da digitalisier ich immer noch, wenn ich schon Enkel habe.

Beatport

2. Möglichkeit: Downloadstores. Super Theorie: Ich zahle weiterhin brav für meine Musik, schliesse aber Kostentreiber und Mittelsmänner wie Vertrieb, physische Herstellung und Versand aus. Habe dafür zwar nur ein relativ herzloses digitales File (nichts mehr mit schönem Cover und wühlen in der Plattenkiste) aber für kleines Geld.
Der Haken: Es gibt kaum einen kompletten Katalog. Als gute Strategie für mich hat sich erwiesen immer mal bei Junodownload, Beatport und DJtunes zu schauen. Manche Tracks hat keiner der drei, bei anderen Tracks gibt es Preisunterschiede, oft verbunden mit Qualitätsunterschieden. Meist hat einer der Stores auf jeden Fall eine Kooperation mit dem jeweiligen Label/Artist und ich bin in der Lage
mir den Track herunterzuladen. Mein heimlicher Favorit zur Zeit ist Beatport, der durch großen Katalog, kostenlose Promotracks und Zahlungsmöglichkeit per PayPal überzeugt. Frustrationserlebnis (neben dem Interface) war allerdings der Kauf von Luke Francis - The Bomb (Adam Nevis Remix), der aufgrund meiner “territorialen Angaben” (Deutschland?) scheiterte. Die Platte steht zwar auch hier bei mir im Schrank, aber who cares, wird der gute Luke eben nicht gespielt.

3. “Drittquellen”. Es ist ein offenes Geheimnis, dass man durch geschickte Suchanfragen (nicht unbedingt bei Google) die meisten der gewünschten Tracks auch zum Download findet. One Click Hoster und Mediasharing Services machen der Industrie das Leben schwer. Finde ich prinzipiell auch nicht richtig gar nichts zu zahlen, wäre aber eine Alternative wenn der gewünschte Track nirgendwo zu erwerben ist. Es steht jedem frei die neuen Vertriebswege für sich zu nutzen (ich vermute sogar mal ohne Fixkosten!) oder von mir aus auch einen Eigenvertrieb zu machen. [Anmerkung: Das ist ganz explizit kein Aufruf sich Musik illegal aus dubiosen Quellen herunterzualden]

4. “Mitschnitt”: Es gibt hunderte, tausende Webradios und Streamingservices, die teilweise sogar in beeindruckender Qualität den Track der Wahl streamen. Die Legalität ist grenzwertig (Tobit’s ClipInc zumindest wurde in SternTV als die eierlegend-legale-Wollmilchsau gepriesen) aber im Prinzip gegeben. Hier lässt sich mit Geduld, etwas technischem Verständnis und dem “Waveausgabemix” schnell ein ahnsehnliches Repertoire aufbauen. Ärgernisse hier sind in der Ausgabe mitgeschnittene Soundevents wie das Klingeln bei einer neuen E-Mail, das legendäre ICQ Uh-Oh oder das rascheln des “Papierkorb-leerens”. ;-)

Fazit: Es gibt mittlerweile die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Wegen - meist legal - seine Musik in digitaler Form zu besorgen. Fakt ist aber auch, dass es bisher kein wirkliches “Killer” Angebot gibt, welches durch tolle User Experience, einen vollständigen Katalog und gute Preise glänzt. Wer das Resultat des ganzen mal hören will ist heute Abend eingeladen: Soundwerk Airwaves ab 22:00 Uhr auf CT - das Radio!



[28.03.] Dru

23 03 2008

Nächsten Freitag (ab 22:00 Uhr) gibt es noch eine Ausgabe der soundwerk airwaves mit Dru, bevor es erstmal wieder nach Berlin geht.
Reinhören lohnt sich wie immer, es gibt sogar erstmalig etwas zu gewinnen. :-)

Die (unvollständige) Playlist der Sendung vom 21.03. ist jetzt übrigens auch online - viel Spass!

Update: Die Playlist vom 28.03. gibt’s für euch jetzt in den Playlists.



Test & Erfahrungsbericht Reloop RMP-2

19 03 2008

RMP-2 Szene

Wie an dieser Stelle bereits angekündigt bin ich nun Besitzer zweier RMP-2 der Elevator (Global Distribution) Hausmarke “Reloop”. Die anfängliche Skepsis habe ich erläutert, hier folgt nach ausgiebigem Testen unter Idealbedingungen nun ein erstes, vorsichtiges Fazit: Wow.

Hauptsächliche Kaufgründe eines CD Spielers waren (Priorität absteigend):

  • Kreativer mixen
  • Eigenes Material / Material nicht auf Vinyl spielen zu können
  • Finanzieller Natur

Kreativer in dem Sinne, dass ich gerne mehr machen möchte als nur zwei Tracks ineinander zu mischen. Angeglichen hat man ja doch recht flott und bis auf ein paar Juggle Spiele, Spinbacks, Masseschraube abdrehen :) oder ähnliches bietet einem die konventionelle Schallplatte ohne Zusatzgerät wenig Möglichkeiten - insbesondere da ich nicht gerade gut zusammenbastelbaren Minimal-Kram spiele.

Jeder DJ ärgert sich, gerade Release X nicht auf Vinyl zu haben oder auch Eigenproduktionen nicht so ohne Weiteres einbauen zu können. Insbesondere bei den soundwerk airwaves hat man durch die hohe Frequenz (wöchentlich) auch irgendwann mal 2000 Platten durchgespielt und kann kaum so schnell nachkaufen. Die Erweiterung der Musiksammlung geht dank Beatport, CD, Brenner & Co natürlich vergleichsweise einfach.

Der finanzielle Aspekt spielt ebenfalls eine (Neben)rolle: Ich bin großer Vinyl Fan, liebe den Plattenschrank, die Cover und all das, aber neue Nadeln, neue Platten, neue Cases: Ein teures Hobby.

Hat der Reloop also die an ihn gestellten Erwartungen erfüllt? Klares Ja.
Vorabfazit: Solide Verarbeitung, gutes Preis-/Leistungsverhältnis, zahlreiche Möglichkeiten.

Die Umgewöhnungsphase für mich als Vinyler war erstaunlich kurz, ich komme gut mit dem verringerten Kontakt zum Medium klar, der Player macht es einem nicht schwer. Auch mit Cuepunkten, Pitchbend und Co habe ich keine Schwierigkeiten.
CD Wechsel ist dank (lautem) Slot-In schnell möglich, versehentlicher Auswurf wird erkannt (kein Auswurf während Play).
Die Trackauswahl der Audio bzw. MP3 CDs via Drehregler und dem guten Display funktioniert schnell und liefert die nötigen Infos sofort, wahlweise vom ID3 Tag oder vom Dateinamen, sogar mit CD Text gebrannte Audio CDs lassen den Titel/Interpreten/Dateinamen anzeigen. Cuepunkte setzen kann man auf verschiedene Weise, ich begnüge mich meist mit dem Auto-Cue (Anfang vom Track) oder setze den Punkt via Sampler “In” auf den ersten Beat - finde ich persönlich ein bisschen besser als das Cue/Play rumgemurkse und die Framegenaue Wahl. Einlaufen lasse ich die Platte - historisch bedingt ;-) -meist über die Scratchfunktion. Nachjustieren geschieht via Pitchbend oder Drehen des Jogwheels, ich mache irgendwie lieber ersteres, das scheint mir etwas genauer zu sein. Das könnte allerdings auch eine klare Übungsfrage sein. Etwas zu leichtläufig für meinen Geschmack und nicht ganz fein genug ist der Pitchregler, hier hätte man sicher noch eine Schippe drauflegen können. Eine zweite Nachkommastelle in der Anzeige wäre toll gewesen, so muss man via Pitchbend doch immer noch ein bisschen-bisschen nachjustieren - echtes Vinylfeeling eben ;-)

Die Effekte sind nett und ermöglichen an richtiger Stelle eingesetzt sicher ein paar Aha-Oho Momente.
Bin allerdings nicht so der Effekt-Fan für die Sachen die ich spiele.

Erwähnenswert sind abschliessend die tollen Samplingmöglichkeiten des RMP-2. Auf vier Bänken kann ich variable Cue-In / Cue-Out Punkte setzen und speichern, wahlweise als Abschnitt der direkt (einmal/laufend) abgespielt wird oder als gespeichertes Sample. Der Sampler unterliegt auch den Effekten (in sofern wird das Ausgangssignal an den Mixer moduliert) und ist im Falle von abgespeicherten Samples auch für andere CDs verfügbar.

Was ich mir noch wünschen würde: Pitchbare Samplebänke (sind sie), regelbare Effektintensität, Separate Lautstärkeregelung für Samplebänke (gibt es), Single-Play nach dem Einschalten voreingestellt.

Wozu ich freilich noch nichts sagen kann ist die Verarbeitung im Langzeit- und Partyeinsatz.
Die wird sich zeigen und von mir dann an gleicher Stelle wieder aufgegriffen.

Bis dahin: Top!



One night in Münster

17 03 2008

Nachdem es von mir (leider) immer aufgeschoben wurde gab es letztes Wochenende Freitag das Auftaktevent der noch nicht so legendären Berlin-Münster-Dortmund-Essen Achse German Groove Union in Münster. Genauer gesagt ging es in’s Heaven im Münsteraner Hafen.

Heaven Münster

Die Location ist eine umgebaute bzw. umdekorierte Halle am Hafen, aufgeteilt auf eine Party- und eine Dinner Area. In letzterer finden wohl auch Weindegustationen und Kochevents statt. Dominierende Farbe weiss, große Diskokugel über der Tanzfläche und zwei Bars runden die trotzdem ein bisschen “Geheimtipp”-mäßig-wirkende Location ab. Resumé fällt auch ganz positiv aus: Der Sound kam sauber rüber, die Leute schick und angenehm (bei weitem nicht so auf Wolke 8 wie im Spindler&Klatt). Musikalisch gab es zwar einige Bauchtritte aber im Gegenzug auch interessante Editionen bekannter Werke, in den meisten Fällen sauber gemixt. Der Eintritt war/ist frei, die Getränkepreise ganz moderat. Die Tür soll wohl ein bisschen härter sein, was ich natürlich nicht bewerten kann.

Vier von fünf Sternchen und ein schöner Auftakt im sonst eher beschaulichen Münster.



[14.03.] SAN Special (2002)

14 03 2008

Leider können wir heute nicht live im Studio spielen, aber natürlich lassen wir euch auch nicht verhungern.
Ganz im Gegenteil: Wir haben tief, tief gegraben und einen absoluten Leckerbissen zu Tage gebracht.

Freut euch auf zwei Stunden aus den legendären SAN Aufnahmen aus dem Jahre 2002. Heute ab 22:00 Uhr gibt es 60 Minuten lang zuerst feinsten House von FSOB gefolgt von einem wirklich fachmännischen Trance Set der NRW Legende Schraube. Never heard before wer nicht dabei war :-)

Nächste Woche gibt es dann wieder reguläre Studioaction mit Dru an den Tellern, die die Welt bedeuten.



Neulich bei Universal…

13 03 2008

Universal Berlin

Eine kleine Kurzgeschichte am Rande: Aus beruflichen Gründen war ich heute in der (öffentlichen) Universal Kantine in Berlin zum Mittagessen. Ganz nebenbei habe ich durch eine Lapalie herausgefunden, woran die Musikindustrie zugrunde geht: An ihrer Selbstgefälligkeit.

Wir waren mit dem Essen fertig, standen auf, da kam eine leicht aufgedrehte Universaltusse an den (leeren) Zehnertisch und meinte während sie sich hinsetzte “Das freut mich wirklich, dass ihr jetzt geht”.

Ich guckte sie an.
Ich guckte den leeren Tisch an.
Ich guckte durch die Kantine mit sicherlich noch > 50 freien Plätzen.

“Naja, zur Not hätte es ja auch noch ein anderes Plätzchen gegeben.”
“Müsst ihr sagen, wo ihr nicht von hier seid.”

Es folgte eine längere Tirade, dass es nicht angehe dass Leute, die dort arbeiten keine Plätze bekommen usw. - meinen kurzen Einwurf, dass die Kantine in so einem Fall nicht öffentlich sein sollte, wurde überhört. Wir haben dann die Flucht an die Kaffeebar angetreten und der Lady guten Appetit gewünscht. Mit Freundlichkeit kommt man sicher weiter :-)



Creamfields 2008 Lineup

9 03 2008

Creamfields

Dieses Wochenende wurde das offizielle Creamfields Lineup (August 2008) bekannt gegeben.
Dazu einfach mal ein Wow ohne weitere Worte :-)

Fatboy Slim
Paul Van Dyk
Tiesto
Erick Morillo
Paul Oakenfold
Sasha
David Guetta
Ferry Corsten
Pete Tong
Dubfire
Eddie Halliwell
Axwell
Sebastian Ingrosso
Felix Da Housecat
Dave Spoon
Tocadisco
Judge Jules
Henrik B
Tom Novy
Steve Angello
Kasabian
Ian Brown
Soulwax
Pendulum
Gossip
Simian Mobile Disco
Chic Featuring Nile Rogers
Roots Manuva
2many DJs
Hernan Cattaneo
Annie Mac
Claude Von Stroke
Danny Howells
Dirty South
Mason
Andy C
Marky
Hype
High Contrast
Peter Hook
Mike Pickering
Graeme Park
Dave Haslam
Jon Da Silva
Adam Sheridan
Gareth Wyn
Rob Tissera
John Kelly
Matt Hardwick
Tidy Boys
Lisa Pin up
BK
Mark EG
Amber D
Alex Kidd
Kutski
Tidy DJS
Ben Stevens
Paul Maddox
JP & Jukesy
Kym Aryes
Rodi Style
Morgan
Alan Hartley
Andy Mac
Tickets gibt es ab 109 GBP, mehr Informationen auf der Creamfields Website.



Die CD ruft?!

7 03 2008

Wer mich ein bisschen besser kennt, weiß, dass ich seit einiger Zeit mit CD Mixing liebäugle.
Bisher eher ein strictly Vinyl DJ, stelle ich vermehrt fest, dass bestimmte Releases nicht unbedingt (zumindest nicht früh) auf Vinyl zu bekommen sind und sich Eigenproduktionen/-kreation auch eher schwierig auf das schwarze Plastik bringen lassen.

Vorhang auf, Spotlight an, Auftritt RMP:

RMP

“Oha” denkt sich der eine oder andere “Reloop”. Ich erinnere mich auch selbst zu gut an die wunderbaren Reloops von Tim und anderen bzw. an die von mir auch mal bespielten Reloop Mixer, die durch schlechte Verarbeitung, hohe Fehleranfälligkeit und weiteren Fehlern glänzten. Auf den Player aufmerksam wurde ich allerdings das erste Mal, als ich mich nach einer Alternative zum doch extrem teuren Pioneer CDJ 1000 umgesehen habe. Über 1000 Euro pro Deck für semiprofessionellen Einsatz liegt weit jenseits meines Budgets, Liebe zur Musik hin oder her. Meine Aufmerksamkeit bekam der recht ausführliche & positive Testbericht zum RMP-2 in der Raveline. Zu einem vernünftigen Preis scheint man hier ein passables Gerät für den semiprofessionellen Einsatz zu bekommen. Da ich jetzt auch eine Zweitwohnung in Dortmund bewohne ist das doch die ideale Gelegenheit, die eigene Musikflotte zu erweitern.

Durch einen netten Kontakt beim Händler in Münster werde ich mich nächsten Samstag (15.03.) mal auf die Socken machen und mir die Sache live und in Farbe anschauen - und natürlich antesten. Würde mich freuen ggf. auch den einen oder anderen Hörer dort zu treffen, ggf. kann man später nochmal gemütlich etwas zu sich nehmen. Bei Kauf folgt ein ausführlicher Bericht nach intensiverer Nutzung dann natürlich an dieser Stelle.



[07.03.] Fällt leider aus!

6 03 2008

Leider fällt die heutige Sendung wegen einer Übertragung bei CT aus. Finden wir schade, verstehen aber natürlich, das Uni-nahe Themen Vorrang haben. Wir freuen uns, euch nächste Woche Freitag wie gehabt ab 22:00 Uhr den Start in’s Wochenende zu versüssen.

Wir freuen uns euch Freitag weitere 2 Stunden perfekt gemixte, pure elektronische Euphorie von Jakson (Fusion Camp) präsentieren zu dürfen. Euer Einstieg in’s Wochenende startet um 22:00 Uhr, wie immer per Radio, Web oder Telefon zu empfangen. Hot!