Review: Your music is calling & Spindler3Klatt

20 01 2008

Dieses Wochenende stand Berlin ganz im Zeichen exklusiver Events, nämlich dem (wenig beworbenen) Samsung DJ Event “Your music is calling” und dem dreijährigen Geburtstag des Spindler&Klatt. Freitag und Samstag ausgelassen feiern: Das klang vielversprechend.

Die Veranstaltung von Samsung fand im Glashaus der Arena am Treptower Park statt: Eine leicht trashige Post-Industrial Underground Location mit eher familiärer Clubatmo, aufgeteilt auf zwei Areas, den etwas engeren “Cage”, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, und dem “Main Floor”, die VIPs waren in der Purple Area und mit leichtem Schmunzeln musste ich auch die “Smoking Area” zur Kenntnis nehmen. Genützt hat letztere natürlich nicht. Wir sind dank Tickets erst gegen kurz vor Zwölf aufgeschlagen und haben die Zeit bis ein Uhr mit einigen Drinks in den Sitzgelegenheiten am See verbracht.

Ab 1 Uhr legte Westbam im Cage los mit wenig innovativen aber dafür verspulten Effekten auf Endlosrillen. Elektronische Musik in ihrer ganz ursprünglichen Bedeutung.

Um 2 Uhr waren wir dann nicht all zu traurig zu Armand van Helden auf den Mainfloor überlaufen zu können. Während ich die Produktionen von ihm etwas cheesy finde, hat sein Set gerockt ohne Ende. Ich würde vermuten das war mehr oder weniger alles vorproduziert und ein bisschen zusammengemixt (und das nichtmal besonders toll), was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Der sowieso nicht besonders große Mainfloor platzte und die teilweise sehr verstrahlten, unerwarteten und extrem elektroiden Elemente waren sehr sehr erfrischend, was auch die Crowd würdigte. Gedanklich hängengeblieben sind bei mir die Call&Response Aktionen von “Jump around”, die Elektrorock Edition von Nirwana und eine Menge schöner Versatzstücke die alle zusammengemasht waren (locker mal drei Tracks pro Abschnitt). Toll gemacht, auch wenn ich die Sonnenbrille etwas komisch fand ;-)

Im Anschluss daran übernahm unser guter Freund Ferry Corsten die CD Player und hat bis 5 Uhr mit etwas deepern Tranceklängen (sehr treibend, sphärisch & angenehm) den nicht mehr wirklich vollen Mainfloor bedient. Zeitgleich legte im Cage Felix da Housecat auf, den ich allerdings vollkommen verpasst hab.

Die Gäste waren teilweise erwartungsgemäß verstrahlt aber durchweg nett, nicht unangenehm und eben auf’s Feiern aus. Fazit: Für schlappe 10 Euro bei humanen Getränkepreisen bisher das Top-Event in 2008, ein echter Geheimtipp (gewesen).

Fotos von Freitag gibt es hier.

Samstag stand die dreijährige Geburtstagsparty des legendären Spindler&Klatt an der Spree an. Im Sommer eine tolle Location war ich auf die Aufmachung im Winter gespannt. Nach einem Besuch im wohl besten Sushiladen Berlins sind wir mit einigen Leuten rübergefahren und wunderten uns bereits an der Tür, warum (nach nicht erkennbaren Kriterien “housig genug?”) gut jeder zweite wieder weggeschickt wurde. Dank Reservierung kamen wir natürlich rein, allerdings gab es an der Kasse dann das nächste Problem & extrem unfreundliches Personal (Türsteher Stil “Gibt es hier ein Problem?”, “Ich will keine Diskussionen” Kassenschnepfe). Irgendwann drin spielte in der großen Area eine Liveband (nicht besonders überzeugend) und im kleineren “Club” lief seltsamer (und wenn ich das schon finde…) Elektroclash.

Wir sind dann recht schnell in die VIP Area, in welcher noch das Buffet aufgebaut war, hier haben wir uns dann mit Donauwelle und Snacks gestärkt. Die Idee, den Außenbereich mit spacigem Plastik einzupacken und zu beheizen hat mir gut gefallen, man konnte sogar die Spree sehen. Zu späterer Stunde wurde die Liveband dann durch einen DJ ersetzt, der allerdings extrem schwach einen Smasher an den anderen hing (und zwar nur Platten, die wirklich schon durch waren) während die Anlage viel zu laut und schlecht eingestellt war. Das Publikum war auch eher Freakshow Stil “Ich hab hier mal was mitgebracht und zwar mich”, die Garderobe eine Katastrophe, so dass wir gegen ca. 2:30 auch Fersengeld gegeben haben.

Vielleicht waren wir fairerweise noch von Freitag etwas fertig, aber dieser Abend war extrem schlecht, das S&K kann ich trotz positiven Empfehlungen von Freunden keinesfalls empfehlen. Regulärer Eintritt waren 10 Euro – verglichen mit den 10 Euro, die es auch Freitag gekostet hat ganz klar die schlechtere Alternative.




Full on Ferry Reviews

2 11 2007

Bei Lexy findet sich ein sehr ausführliches Review zu diesem klasse Event im Zeichenblog.
Eine Kurzform gibt es auch bei  mir im etwas drögen MySpace Blog.




One night in Berlin

30 06 2007

Obwohl ich nun schon einige Zeit in Berlin wohne hatte ich gestern das erste Mal Lust und vor allem Zeit, auszugehen.
Der Plan war, in’s Weekend zu starten, wo Miss Kittin zusammen mit einigen, mir unbekannten, Lokalheroes auflegen sollte. Auf dem Weg dahin haben wir dann schon betrunkene Engländer getroffen, die ebenfalls auf dem Weg dorthin waren. Als wir bei Ankunft am Alex dann noch die Schlange gesehen haben kippte dieser Plan endgültig. Mit dem Taxi sind wir ab nach Kreuzberg in’s Watergate wo zwar auch betrunkene Engländer waren, die aber wenigstens nicht rein kamen. (Gästeliste)

Letzteres kann ich also nach drei Wochen Berlin auf jeden Fall empfehlen. Die Location ist auf zwei Floors aufgeteilt und direkt am Wasser gelegen mit einer sagenhaften Terrasse im Wasser, die leider geschlossen war. Schönen Blick auf’s nächtliche Berlin während im Hintergrund die – leider leicht monotonen – Elektrobeats wabern. Wir hätten uns etwas mehr Spannungsbogen oder zumindest abwechslungsreichere Elemente gewünscht. Der untere, sehr gemütliche Floor, kam dem noch eher nahe. Gegen 03:00 Uhr wurd es  insgesamt richtig voll, was bei 10 Euro Eintritt keine Selbstverständlichkeit ist.  Angenehm hevorzuheben ist die sehr heterogene Gästestruktur, die bei Elektroclubs zwar häufiger anzutreffen aber dennoch keine Regel ist.

Eine nette Location für lost:summer meets Berlin! ;-)




One night in Krakow

21 05 2007

Cien Klub

Da ich mich mit Lexy letztes Wochenende in Krakau aufhielt, durfte natürlich auch das Nachtleben im Osten nicht fehlen.
Voller Hoffnung machten wir uns also auf in den Cien Klub, laut diverser Portale der angesagteste Laden der Stadt, teuer, schick und ultraschwer zugänglich. Wir sind ohne Probleme reingekommen, was entweder an meinem über die Landesgrenzen hinaus scheinenden VIP Status oder am veralteten Reiseführer liegen dürfte. Ich tippe auf Letzteres. Der Laden selber war in der Tat schick, klein aber fein. In einem Krakauer Kellergewölbe gelegen fiel mir vor allem die sehr gute Soundanlage auf, welche laut und sauber den Dancefloor Room (und zwar nur den) beschallte. Die DJs waren eine Ansammlung östlicher Heroes mit einem ebenfalls unbekannten Gast aus UK die den detroitlastigen aber angenehm undergroundigen House wirklich perfekt mixten. Getränke waren preiswert, die Leute größtenteils lokal aber nett. Recht platt waren wir zwar nicht lange da und sind danach noch kurz beim Frantic vorbeigestartet, aber insgesamt ist der Cien für Elektroliebhaber durchaus zu empfehlen. Sicherlich nicht das suggerierte Highlight des Nachtlebens aber besser als die meisten deutschen Läden (wen wundert’s).

Euch mit diesen Eindrücken in die Woche entlassend,

Dru




London Underground

9 02 2007

Ich melde mich heute mal aus dem wohl schlechtesten Backpacker Hostel der Welt, mitten im Herzen der Hauptstadt Englands – aus London. Die grundlegende Idee des Beitrages: Plattenshoppen in UK ist ein einzigartiges Feeling und nicht mit Onlineshops oder den deutschen Locals vergleichbar. Die kulturelle Atmosphaere der Stadt, egal ob Virgin, die 2nd Hand Stores in der Berwick oder Phonica in der Poland Street – fuer jeden Musikliebhaber absolut empfehlenswert, ein Highlight. Nur genug Zeit sollte man mitbringen.




Loveparade 2007

1 12 2006

So wie es aussieht rollt die Loveparade – und wir rollen mit! Am 07.07.2007 soll es soweit sein, die Pressekonferenz folgt im Januar. Weitere Infos zu passender Zeit an dieser Stelle, aber wir freuen uns bereits enorm.